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Reichenbachtalbrücke
Lamellendehnfugen, Topf-/Kalottenlager, Elastomerlager
Im Rahmen des Autobahnneubaus der A71 von Erfurt nach Schweinfurt (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 16) wird zwischen den Gemeinden Martinroda und Geraberg die Talbrücke Reichenbach gebaut. Mit einer Gesamtlänge von genau 1.000 m und einer Höhe von 60 m über dem Talgrund, ist die Reichenbachbrücke die größte Brücke im Bauabschnitt von Traßdorf nach Geraberg und eine der größten Brücken auf der gesamten Autobahnneubaustrecke. Von Traßdorf wird die A71 über Ilmenau, Geraberg und Zella-Mehlis bis zum Autobahndreieck Suhl führen.
Der Überbau in Stahlverbundbauweise wurde im Taktschiebeverfahren hergestellt und wurde auf den mittleren 4 der insgesamt 13 Pfeilern „schwimmend“ gelagert. Zwischen den Geländern hat die Brücke eine Breite von 28,5 m, so dass in jede Fahrtrichtung zwei Fahrbahnspuren und ein Standstreifen angeordnet werden können.
Wesentliche Bestandteile der Brücke sind die Fahrbahnübergänge der Typenreihe WSG der RW Sollinger Hütte GmbH. Entsprechend den statischen Vorgaben waren Bewegungen von 715 mm an allen 4 Widerlagern aufzunehmen. Dafür lieferte Sollinger Hütte 11-profilige Fahrbahnübergänge Typ WSG 880, die entsprechend der gültigen Regelprüfung nach Liefervorschrift TL/TP FÜ 92 eingebaut wurden. Die 4 Übergangskonstruktionen WSG 880 haben eine jeweilige Länge von 14,5 m und 11 Dichtprofile, somit kann eine Bewegung von 715 mm aufgenommen werden. Das Einbaugewicht je Konstruktion betrug 15,5 to.
Die Lagerung des Überbaus erfolgte auf von uns gelieferten Topf- bzw. Kalottenlagern. Insgesamt wurden 8 Kalotten- und 22 Topflager geliefert, mit max. Vertikallasten von über 3000 to und max. Horizontallasten von über 200 to.
Infolge der elastischen Verformungen der Festpunkte auf den hohen Pfeilern in Brückenmitte wurden zusätzliche Anschläge zwischen Widerlager und Überbau erforderlich. Hierfür lieferte die Sollinger Hütte GmbH die kompletten Anschlag - Konstruktionen mit den Verformungslagern.
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